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*alle News auf einen Blick:

[09.11.09]Filmreihe der antisexistischen Gruppe [x_y]

[03.02.09] neuer GPG-Key

[01.09.08] "Wir werben hier nicht mit Frauenbrüsten, sondern mit einem Lebensgefühl"

[14.08.08] RSS-Feed...

[03.08.08] neue Ausgabe der AS.ISM...

[15.07.08] Start der Filmreihe zum Thema Sexismus

[12.07.08] Nachbetrachtung zum Transgenialen CSD 2008 in Berlin

[09.11.09]

Filmreihe der antisexistischen Gruppe [x_y]

20.00 AZ Conni - Rudolf-Leonhard-Str. 39

Venus Boyz (Doku/Schweiz-USA/2001). Der Film gibt einen Einblick über die Arbeit der Drag-Kings im New Yorker Club Slipper Room und dokumentiert das Leben einer in London lebenden Gruppe Männer", die mit Testosteron experimentieren.

im Rahmen des Offene Antifa Treffens

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[03.02.09]

neuer GPG-Key

Ab sofort bitte nur noch diesen Key verwenden ... Zu finden auch in der Fußzeile.

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[01.09.08] Dieser Text wurde auch in der September08-Ausgabe des Terminals abgedruckt.

"Wir werben hier nicht mit Frauenbrüsten, sondern mit einem Lebensgefühl"

"Fight Sexism" kann man seit einiger Zeit überall im Hechtviertel gesprüht lesen. Unterwäschewerbung wird überklebt, Werbung für frauenverachtende Partys ebenso. Jetzt traf es auch das neue Tattoo-Studio - doch da will mensch sich nicht kampflos geschlagen geben.

Der Tattoo- Shop ist neu im Hechtviertel und hat sich mit einem Wandgemälde gleich unbeliebt gemacht. Zu sehen: unter anderem eine "barbusige Frau".Unbekannte zensierten deren Brüste und Augen zwei Wochen nach Fertigstellung sogleich mit schwarzer Farbe. Jetzt machen die Inhaber_innen des Shops mit einem eigenen Flyer mobil. Sie wollen die Täter_innen finden und zur Anzeige bringen. 500 Euro oder ein gratis Tattoo - das ist der Preis, der auf die Namen der Täter_innen der antisexistischen Aktion am "Bunten Wunder" geboten wird.

flyer des tattoo-shops

Offenkundig mit geballter Wut geschrieben, spricht der Text für sich. "Wir werben hier nicht mit Frauenbrüsten, sondern mit einem Lebensgefühl." Mit dem Wandbild möchten sie für mehr Farbe im Viertel sorgen und stellen fest: "Jeglicher Versuch das Hechtviertel bunter zu gestalten, fernab der hier aufkeimenden Yuppiekultur wird sofort mit dem politischen Dampfhammer niedergewalzt." Erkennen können sie darin nur: "Kulturfaschismus". Dennoch: "Wir sind für die sexuelle Freiheit aller Frauen und diskriminieren niemanden, weil wir selbst allzu oft angestarrt werden, wie der Affe im Zirkus."

Aha.

Dieses Ereignis war auch der SZ einen längeren Artikel wert, welche so einen prima Sommerlochstopfer gefunden hatte. Dort argumentiert der Mitarbeiter Daniel Weber, alias Web, schlicht: "All das sind klassische Tattoo-Motive". Zudem wird nobel offeriert: "Wenn sich die Täter freiwillig stellen, sind wir auch bereit, die 500 Euro einer Einrichtung für Frauen zu spenden, die Opfer sexistischer Gewalt wurden."

Abseits eines gewissen Unterhaltungswertes beim Lesen wird jedoch vor allem eins offensichtlich: Mangelnde Auseinandersetzung mit dem Thema Sexismus.

Der positive Bezug auf ein "Lebensgefühl", bei dem die Darstellung nackter Frauenkörper mit überdimensionierten Brüsten, Augen und Lippen als Sexobjekt völlig normal ist - und demnach auch als "klassisches Tatto-Motiv" gilt, zeigt klar den völlig unkritischen Umgang mit den zugrundeliegenden sexistischen Gesellschaftsstrukturen. Darüber hinaus wird das Problem auf "sexistische Gewalt" gegenüber Frauen reduziert. Dass sexistische Gewalt aber nur im Kontext sexistischer Gesellschaftsstrukturen möglich ist, wird hier schlicht vergessen. Und nur so ist auch die Überzeugung zu erklären, dass mensch aus eigener Marginalisierungserfahrung heraus niemanden sexistisch diskriminieren könne. Vor diesem Hintergrund wirkt es skurril, dass sich die Inhaber_innen des Tattoo-Shops und ihr Mitarbeiter Daniel Weber, alias Webs, sowohl in dem Artikel als auch in ihrem Flugblatt als große Antisexist_innen produzieren - und dank der SZ auch können.

Das Sahnehäubchen des SZ-Artikels: In Verdacht gerät sofort die antisexistische Gruppe Dresden. Grund: ihr antisexistisches und antifaschistisches Selbstverständnis und eine, auf ihrer Homepage angebotene, Sprühvorlage.

Verdächtigungen allein auf dieser Grundlage sind reichlich absurd. Trotzdem befürworten wir grundsätzlich die Aktion am Tattoo-Shop, führt sie doch offensichtlich wenigstens zu einer oberflächlichen Thematisierung von Sexismus.

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[14.08.08]

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Unsere News können jetzt auch über einen Feed-Reader abgerufen werden. Der zugehörige Link ist http://ag-x-y.hopto.org/feed.rss oder ihr klickt einfach auf das Symbol, welches entweder rechts im Adressfenster oder oben links in der Newsbox dieser Seite wohnt. Wer wissen möchte, was das eigentlich ist und wie es funktioniert, findet bei Wikipedia eine kurze Erklärung über RSS und Feedreader.

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[03.08.08]

neue Ausgabe der AS.ISM...

Am 25.07.08 erschien die nunmehr 3. Ausgabe der AS.ISM. Die, vom Antisexismusbündnis Berlin herausgegebene, Broschüre beschäftigt sich im Groben, wie auch die beiden vorhergegangenen Ausgaben, mit antisexistischen Inhalten und dem praktischen Umgang mit dem Thema Sexismus und ist auf jeden Fall, sowohl was das Layout, als auch die Themenauswahl betrifft, sehr gelungen.

as.ism_3

Als inhaltlicher Text sei der Artikel des AFBL zu Frauen in der Politik erwähnt.

"Dem Komplex der politischen Strategien nähern sich gleich mehrere Texte aus verschiedenen Perspektiven und mit unterschiedlichen Fragestellungen. Der Beitrag von politisches-plakat.tk analysiert beispielsweise Geschlechterbilder im Layout, die gruppe antisexistische praxis beschäftigt sich mit Begrifflichkeiten und Kategorien um die Thematisierung von Sexismus und die desperados berlin fragen nach den Spielregeln heterosexueller Sexpraktiken. Außerdem gibt es eine Bestandsaufnahme zu den Diskussionen und antisexistischen Kämpfen in Hamburg und Marburg." (Zitat aus dem Intro)

Interessante Diskussionspunkte bietet außerdem der Text von TAM zum Umgang mit Gewalt im queeren Kontext. Und auch wir haben uns mit dem Text "Wann ist ein Mann (k)ein Mann" beteiligt. Gegenstand des Textes ist Auseinandersetzung mit geschlechtsspezifischen Machtverhältnissen in Gruppen.

Downloaden kann mensch die Broschüre >>hier<<

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[15.07.08]

Start der Filmreihe zum Thema Sexismus

Am 29.07.08 wird endlich unsere Filmreihe anlaufen. In regelmäßigen Abständen wollen wir zu unterschiedlichen Themenschwerpunkten, die mit Sexismus im Zusammenhang stehen, Filme zeigen, die sich mit der jeweiligen Problematik auseinandersetzen. Dabei geht es uns natürlich zu allererst um die Thematisierung von Sexismus in seiner Vielfalt. Dabei ermöglichen Filme einen ganz anderen Zugang zu Themenbereichen als dies in theoretischen Vorträgen möglich wäre.

flyer

Im 1. Teil unserer Filmreihe geht es um die Problematik der Transsexualität. Beleuchtet wird dabei das Problem im System der Zweigeschlechtlichkeit eine eigene, eindeutige Geschlechtsidentität finden zu müssen. Dieser Prozess des Findens impliziert notwendigerweise eine Auseinandersetzung mit klassischen Rollenbildern und in gewisser Weise auch deren Aufbruch.

Verdeutlicht wird dies im Film durch die scheinbare Ambivalenz von dem "männlich" (die Anführungszeichen sollen verdeutlichen, dass es sich um eine gesellschaftlich definierte Kategorie und nicht um eine biologisch-natürlich feststehende Tatsache handelt) besetzten Thai-Boxen und der "weiblichen" Attitüde sich zu schminken und körperbetonte Kleidung zu tragen.

Den Rahmen bildet die Geschichte einer jungen "Frau" in Thailand, die retrospektiv über ihre Erfahrungen spricht. Als "Junge" geboren, erkennt sie früh den Wunsch eine "Frau" zu sein. Als Thai-Boxer versucht der "Junge" seine Familie zu ernähren und das Geld für eine Geschlechtsumwandlung zu verdienen und dabei in einem schwierigen Prozess die eigene geschlechtliche Identität zu finden.

In berauschend schönen Bildern festgehalten, wechseln sich grandiose Landschaftsaufnahmen mit ästhetisch ansprechend choreographierten Boxszenen und menschlich anrührenden Momenten ab.

Dienstag, 29.07.08, 21.00Uhr, AZ Conni Dresden

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[12.07.08]

Nachbetrachtung zum Transgenialen Cristopher-Street-Day 2008 in Berlin

Demo1

Der T-CSD ist der alternative Cristopher-Street-Day in Berlin. Er gründete sich nach einem Angriff der Berliner Polizei auf den "Rattenwagen" des CSD im Jahr 1997. Ein wichtiger Grund für die Abspaltung vom "Karnevals-CSD" war dessen Entsolidarisierung mit den Betroffenen des Übergriffs. "Seit dem steht der Transgeniale CSD für eine basisdemokratische, nichtkommerzielle Alternativstruktur, die die jährliche Party mit politischen Inhalten verbindet; gegen Homophobie, Transphobie, Patriarchat, Rassismus, und überhaupt gegen Hierarchien jeder Art"¹.

Demo2

Nachdem letztes Jahr die 23. Hundertschaft der Berliner Bereitschaftspolizei mindestens 2 mal den T-CSD angriff, war eine der zentralen Forderungen der Teilnehmer_innen in diesem Jahr: "Kein(e) Bulle(n) auf dem transgenialen CSD!". Diese Forderung stellte sich aber auch gegen die Organisator_innen des diesjährigen Umzugs. Diese hatten im Vorhinein angedeutet Polizist_innen auf dem T-CSD zu dulden. Damit waren verständlicherweise einige Teilnehmer_innen der Demonstration sehr unzufrieden. Und ihre Befürchtungen waren gerechtfertigt.

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